Ortsverband Düren

Das THW als Hobby

Denn Langweilig war gestern !

THW als Hobby

Sie inter­es­sie­ren sich für den Umgang mit moder­ner Tech­nik, arbei­ten gerne im Team und möch­ten ande­ren Men­schen hel­fen? Dann sind Sie bei uns genau richtig!

Doch wann kann ich in das THW auf­ge­nom­men wer­den? Wel­che Rechte und Pflich­ten habe ich und wie sieht’s mit Urlaub aus? Ant­wor­ten auf diese Fra­gen und vie­les Wis­sens­wer­tes mehr rund um das Tech­ni­sche Hilfs­werk fin­den Sie hier.

Wann kann ich in das THW auf­ge­nom­men werden?

In das THW kann ich auf­ge­nom­men wer­den, wenn ich

  • das 17. Lebens­jahr voll­en­det habe und
  • noch nicht 60 Jahre alt bin,
  • die erfor­der­li­che gesund­heit­li­che Taug­lich­keit besitze,
  • mei­nen stän­di­gen Auf­ent­halt in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land habe,
  • für den Dienst im THW zur Ver­fü­gung stehe,
  • nicht von einer ande­ren Kata­stro­phen­schutz­or­ga­ni­sa­tion uneh­ren­haft ent­las­sen wor­den bin,
  • mich zum demo­kra­ti­schen Rechts­staat bekenne,
  • nicht zu einer Frei­heits­strafe von einem Jahr oder dar­über rechts­kräf­tig ver­ur­teilt wurde, es sei denn, die Voll­stre­ckung der Strafe wurde zur Bewäh­rung ausgesetzt,
  • nicht nach §13 des Bun­des­wahl­ge­set­zes vom Wahl­recht aus­ge­schlos­sen bin.

Die wich­tigste Vor­aus­set­zung ist aller­dings, dass sie ein ver­läss­li­cher Teil unse­res Orts­ver­ban­des wer­den möchten!

Die erfor­der­li­che gesund­heit­li­che Taug­lich­keit wird durch eine Ein­gangs­un­ter­su­chung nach dem berufs­ge­nos­sen­schaft­li­chen Grund­satz G26.1 „Leich­ter Atem­schutz“ nach­ge­wie­sen. Sofern die Taug­lich­keit nicht gege­ben sein sollte, fin­den wir aber sicher eine andere wich­tige Auf­gabe im Orts­ver­band, bei der Sie sich ein­brin­gen können.

Für inter­es­sierte Mäd­chen und Jun­gen im Alter zwi­schen 10 und 17 Jah­ren besteht die Mög­lich­keit zur Mit­wir­kung in der THW-Jugendgruppe. Die Nach­wuchs­or­ga­ni­sa­tion des THW hat sich zur Auf­gabe gemacht, Jugend­li­che in spie­le­ri­scher Form an die Tech­nik des THW her­an­zu­füh­ren und bie­tet jede Menge inter­es­san­tes Freizeitprogramm.

Wich­tig: Sie müs­sen für die Mit­wir­kung im THW nicht unbe­dingt die deut­sche Staats­bür­ger­schaft haben; auch „Zuge­zo­gene“ sind bei uns herzl­lich willkommen!

Gibt es einen Anspruch auf Auf­nahme in das THW, was ist der Inhalt des Dienst­ver­hält­nis­ses und wie lang ist die Probezeit?

Sie wer­den mit dem Auf­nah­me­an­trag auf unbe­stimmte Zeit in das THW auf­ge­nom­men. Ein Anspruch auf Auf­nahme besteht nicht. Das Hel­fer­ver­hält­nis ist dabei ein öffentlich-rechtliches Dienst­ver­hält­nis beson­de­rer Art.

Inhalt des Dienst­ver­hält­nis­ses ist die Leis­tung huma­ni­tä­rer Hilfe für in Not gera­tene Men­schen sowie Ber­gung und Schutz von Sach­gü­tern. Sie haben alle mit der wirk­sa­men Erfül­lung die­ser Auf­ga­ben ver­bun­de­nen Pflich­ten wahrzunehmen.

Die ers­ten sechs Monate des Dienst­ver­hält­nis­ses bil­den die Pro­be­zeit, in der beide Sei­ten ohne Anga­ben von Grün­den „kün­di­gen“ kön­nen. Die Pro­be­zeit kann unter bestimm­ten Umstän­den ver­län­gert oder ver­kürzt werden.

Ent­ste­hen mir irgend wel­che Kosten?

Die Mit­wir­kung im THW ist kos­ten­frei, es fal­len also keine Mit­glieds­bei­träge an.

Bei län­ger dau­ern­den Dienst­ver­an­stal­tun­gen erhal­ten Sie dar­über hin­aus auch kos­ten­freie Unter­kunft und Ver­pfle­gung, natür­lich immer den Umstän­den angemessen.

Die not­wen­dige medi­zi­ni­sche Ein­gangs­un­ter­su­chung sowie wei­tere Unter­su­chun­gen und z.B. Imp­fun­gen wer­den eben­falls vom THW gezahlt.

Auch die not­wen­dige per­sön­li­che Schutz­be­klei­dung wird vom THW gestellt.

Ihre Aus­bil­dung liegt uns am Herzen!

Sie wer­den fach­be­zo­gen aus­ge­bil­det und aus­ge­stat­tet. Sie erhal­ten eine Basis­aus­bil­dung am Stand­ort. Dar­über hin­aus erhal­ten Sie, soweit es im Rah­men Ihrer Fach­auf­ga­ben erfor­der­lich ist und Sie daran Inter­esse haben, an der THW-Bundesschule mit ihren bei­den Aus­bil­dungs­stät­ten Hoya und Neu­hau­sen a.d.F. sowie an sons­ti­gen Fort­bil­dungs­ein­rich­tun­gen eine Spezialausbildung.

Einige der im THW ange­bo­te­nen Lehr­gänge sind auch von der Indus­trie– und Han­dels­kam­mer aner­kannt und qua­li­fi­zie­ren Sie daher ggf. auch für den beruf­li­chen Bedarf.

Und wie schaff’ ich den Spa­gat zwi­schen Beruf und Berufung?

Ihnen dür­fen nach § 3 THW-Gesetz wegen Ihrer Mit­wir­kung im THW keine Nach­teile im Arbeits­ver­hält­nis ent­ste­hen. Wäh­rend der Dauer der Teil­nahme an ange­ord­ne­ten oder geneh­mig­ten Ein­sät­zen, Übun­gen, Lehr­gän­gen und sons­ti­gen Aus­bil­dungs­ver­an­stal­tun­gen ent­fällt für Sie die Pflicht zur Arbeits­leis­tung im pri­va­ten Arbeits­ver­hält­nis. Sie erhal­ten den Arbeits­ver­dienst fort­ge­zahlt. Pri­vate Arbeit­ge­ber bekom­men diese fort­ge­währ­ten Leis­tun­gen erstattet.

Beruf­lich Selb­stän­dige erhal­ten eine Ver­dienst­aus­fall­er­stat­tung nach der THW-Entschädigungsrichtlinie.

Wie sieht’s aus mit der Unfallversicherung?

Wäh­rend der Dienst­leis­tung im THW sind Sie nach dem 7. Sozi­al­ge­setz­buch gegen Unfall ver­si­chert. Die Ver­si­che­rungs­leis­tun­gen beinhal­ten die Not­fall­ver­sor­gung, die medi­zi­ni­sche Reha­bi­li­ta­tion sowie ggf. auch die soziale Reha­bi­li­ta­tion. Bei Bedarf wer­den auch Ren­ten­leis­tun­gen gezahlt.

Wenn Sie Mit­glied der THW-Helfervereinigung e. V. wer­den, sind Sie in der Regel durch den Jah­res­bei­trag zusätz­lich unfallversichert.

Bitte ein paar Worte zu mei­nen Pflichten.

Durch den von Ihnen abge­ge­be­nen THW-Aufnahmeantrag und die KatS-Verpflichtungserklärung ver­pflich­ten Sie sich zum Dienst im THW, ins­be­son­dere zur Teil­nahme an Ein­sät­zen, ange­ord­ne­ten Übun­gen, zu den für Ihre Funk­tion erfor­der­li­chen Lehr­gän­gen, Aus­bil­dungs­ver­an­stal­tun­gen und sons­ti­gen Ver­an­stal­tun­gen. Diese für ein Hobby eher stren­ge For­mu­lie­run­g ist der Tat­sa­che geschul­det, dass unser Auf­trag das Ret­ten von Men­schen­le­ben ist und hier­für eine gewisse Zuver­läs­sig­keit und Aus­bil­dung ein­fach not­wen­dig ist.

Zu Ihren Pflich­ten gehört u.a., dass Sie

  • sich über die für Sie maß­geb­li­chen Dienst­ter­mine informieren,
  • regel­mä­ßig und pünkt­lich am Dienst teilnehmen,
  • die Dienst-, Aus­bil­dungs– und Unfall­ver­hü­tungs­vor­schrif­ten beachten,
  • den dienst­li­chen Wei­sun­gen nachkommen,
  • die Rege­lun­gen für die Beur­lau­bung und Dienst­be­frei­ung genau befolgen,
  • die Aus­stat­tung und Ein­rich­tung sorg­fäl­tig und nur zu dienst­li­chen Zwe­cke verwenden,
  • sich in die Hel­fer­ge­mein­schaft ein­fü­gen, sich kame­rad­schaft­lich ver­hal­ten und
  • das Anse­hen des THW in der Öffent­lich­keit nicht schädigen,
  • jede Ver­än­de­rung in Ihren per­sön­li­chen Ver­hält­nis­sen (z.B. Anschrif­ten­än­de­rung, Fami­li­en­stands­än­de­rung, Arbeit­ge­ber­wech­sel usw.) sind dem THW unver­züg­lich anzuzeigen.

Und was pas­siert bei Pflichtverstößen?

Ver­stöße gegen Ihre Pflich­ten als Hel­fe­rin oder Hel­fer, z.B. unpünkt­li­che Teil­nahme an Aus­bil­dungs­ver­an­stal­tun­gen, Fern­blei­ben vom Dienst ohne recht­zei­tige und aner­kannte Begrün­dung, Nicht­be­fol­gung dienst­li­cher Wei­sun­gen u.s.w., kön­nen mit einer Ermah­nung durch den THW-Ortsbeauftragten geahn­det wer­den und im Wie­der­ho­lungs­fall die Ent­las­sung aus dem THW zur Folge haben.

Wir ver­su­chen aber, die Dienst­ver­an­stal­tun­gen und das Mit­ein­an­der so zu gestal­ten, dass Sie gar kei­nen Grund haben, sich wie oben beschrie­ben zu verhalten.

Habe ich Anspruch auf Urlaub und wann kann ich vom Dienst befreit werden?

Ihnen ste­hen sechs Wochen Erho­lungs­ur­laub im Jahr zu. Urlaubs­jahr ist das Kalen­der­jahr. Der Urlaub ist grund­sätz­lich nicht auf das Fol­ge­jahr über­trag­bar. Der Erho­lungs­ur­laub soll in höchs­tens zwei Abschnit­ten im Jahr genom­men wer­den. Er soll spä­tes­tens zwei Wochen vor Antritt schrift­lich dem Orts­be­auf­trag­ten ange­zeigt wer­den, damit z.B. klar ist, wer bei Ein­sät­zen zur Ver­fü­gung steht und wer nicht.

Von ein­zel­nen Dienst­ver­an­stal­tun­gen kann Ihnen aus wich­ti­gem Grund (z.B. fami­liäre oder beruf­li­che Ter­mine von gro­ßer Bedeu­tung) Dienst­be­frei­ung gewährt wer­den. Sie ist grund­sätz­lich vor der betref­fen­den Dienst­ver­an­stal­tung zu bean­tra­gen. Über den Antrag ent­schei­det der Orts­be­auf­tragte. Unter bestimm­ten Umstän­den kann der Orts­be­auf­tragte auch eine län­ger­fris­tige Dienst­be­frei­ung gewäh­ren, z.B. wenn Sie sich berufs­be­glei­tend fort­bil­den und sich in die­ser Zeit aus­schließ­lich dar­auf kon­zen­trie­ren möchten.

Die letz­ten Worte gehö­ren der Been­di­gung des Dienstverhältnisses

Wenn Sie nicht mehr mit­ma­chen möch­ten, kön­nen Sie ihr Dienst­ver­hält­nis durch schrift­li­che Erklä­rung, die mit einer Frist von vier Wochen zum Quar­tals­ende abzu­ge­ben ist, been­den. Alter­na­tiv kön­nen Sie uns als Alt­hel­fe­rIn ver­bun­den bleiben.

Ansons­ten endet das Dienst­ver­hält­nis mit der Ent­las­sung auf Grund von Dienst­pflicht­ver­let­zun­gen oder durch den Tod.

Wurde Ihr Inter­esse geweckt oder sind noch Fra­gen offen? Dann neh­men Sie doch ein­fach Kon­takt uns auf!.

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